Turnier der „Gaudikugelschubser“

Diesen Pokal gibt’s beim Turnier zu gewinnen. Foto: Axel Gillmann

Am Sonntag, den 15. Oktober, schließt die Boule-Gruppe von Event-Manager Axel Gillmann die Saison mit einem Turnier ab.

Seit fast drei Jahren spielen die „Gaudikugelschubser“ am Mittwoch und Sonntag im Hofgarten. Beim Turnier stammen die Spielpartner aus dem gleichen Stadtteil, Landkreis oder Bundesland.

Der Gewinner darf sich auf einen Pokal freuen, Verlierer gibt es nicht. Im Startgeld von 10 Euro ist auch das Catering enhalten, jeder darf aber trotzdem etwas mitbringen.

Tete, Doublette, Triplette – oder ganz anders

Zwei gegen zwei Spieler ist optimal: Jeder hat drei Kugeln und nur 3 Mitspieler. Aber es geht auch anders.

3 Spieler: Jeder spielt für sich, bis 13 Punkte erreicht sind

3 Spieler: Einer tritt mit 6 Kugeln gegen 2 Konkurrenten mit je 3 Kugeln an

3 Spieler: Einer tritt mit 4 Kugeln gegen 2 Konkurrenten mit je 2 Kugeln an

5 Spieler: Drei gegen zwei Spieler, jede Mannschaft hat 6 Kugeln

6 Spieler: Jeder Spieler hat 3 Kugeln, anders als beim regulären Triplette mit nur je 2 Kugeln

7 Spieler: Beim „Berliner“ spielen 4 Spieler gegen 3 mit je 8 Kugeln. Im Triplette haben zwei Spieler je 3 und einer 2 Kugeln.

Probleme mit dem Weltmarktführer

Der Marktanteil des französischen Herstellers Obut an den Turnierkugeln weltweit wird auf etwa 80 % geschätzt. Leider sind die beliebten Boule-Kugeln nur in wenigen Riffelungen erhältlich.

Eine Boule Bleue (l.) wurde nachlackiert, Frau D. hat signiert und Hellgrün kommt immer gut


Die Folge: Wenn mehrere Spieler mit Kugeln von Obut werfen, kann es schwierig werden, die Schützen klar zu unterscheiden.

Die Lösung: Man nehme Nagellack oder einen wasserfesten Edding und bemale die eigenen Kugeln so, dass man sie garantiert schnell erkennt. So einfach ist das.

Nervenstärke oder Zwölferloch?

Passiert oft: Mannschaft A ballert wie blöd, liegt in Führung, uneinholbar. Aber dann: Bei 12 Punkten ist Schicht, nix geht mehr. Ab sofort liefert Mannschaft B Punkt um Punkt – und gewinnt das Spiel.

Ein Franzose aus der 1. Münchner Kugelwurfunion sagte einmal zu mir: „Bis 12:0 hinten werde ich nicht nervös.“ Was meinte er damit?

Kurz: Jeder kennt Spieler mit Vernichtungswillen, Killer-Instinkt, ohne Respekt vor den 11 oder 12 Punkten der anderen Mannschaft. So wie man auch Spieler mit Angst vor dem Sieg kennt, die bei 12 Punkten einbrechen – und verlieren.

Drei Tipps für Anfänger

  • Französisches Sprichwort: „Arm gerade, Kugel egal. Arm nicht gerade, Kugel egal.“ Kurz: Senke die Schulter deines Wurfarms, das wirkt.
  • Sprichwort 2: „Boule devant, boule d’argent.“ Eine Kugel vor der Sau ist Gold wert, also lieber zu kurz legen als zu lang.
  • Stehe auf Höhe der Sau! Vom Wurfkreis sieht das Bild ganz anders aus als vorn. Wenn vom Kreis etwas unsicher gefragt wird: „Wer hat den Punkt?“, dann weißt du, dass du vorne besser informiert bist.