Kugel-Porträt: Ich war „Die Schwarze Mamba“!

Diese drei Kugeln gehören meiner Boule-Freundin Eva: Obut Match aus Karbonstahl, Durchmesser 71 mm und 680 g schwer, ein millionenfach bewährter Bestseller, gekauft während des Hofgartenturniers 2017.

Wie bei Karbonkugeln üblich, trugen sie eine schwarze Lackierung, damit die Kugeln nicht schon beim Händler korrodieren. Der schwarze Lack wirkte so giftig und aggressiv, dass Eva ihre Kugeln „Die Schwarze Mamba“ nannte.

Inzwischen ist der Lack ab, im wahrsten Sinn des Wortes. Um ihre Kugeln schnell erkennen zu können, hat Eva sie mit blauem Nagellack behandelt. Das hilft wirklich, glaube ich.

Kugel-Porträt: Meine Veteranen

Vintage pur: 1972 auf einem Camping-Platz in Spanien gekauft

Sehr lange her: Im Sommer 1972 kaufte mein Vater zwei Satz Boule-Kugeln auf einem Camping-Platz in Spanien. Ich und mein Bruder ballerten damit rum, angeleitet von Franzosen, Spaniern und Holländern.

Während der Heimreise im Ford 17M erklärte mein Vater: Wir sollten Boule spielen, um unser Französisch zu verbessern. Auf der Rückbank spulten ich und mein Bruder die neu gelernten Vokabeln runter, alle aber nur Schimpfworte und Flüche. La vache!

Egal. Mit den alten Kugeln spiele ich manchmal noch im Hofgarten. Was dabei auffiel: Sie lassen sich nicht mit einem Kugelmagneten aufheben, sind daher aus einem anderen Metall als Eisen gefertigt.