Was bedeutet die „Härte“ einer Boule-Kugel?

Turnierkugeln müssen mehrere Eigenschaften besitzen, die von den nationalen Verbänden festgelegt wurden. Dazu zählen der Durchmesser (70,5 bis 80 mm), das Gewicht (650 bis 800 g) sowie die vom Hersteller vorgegebene Härte. Deren Wert liegt zwischen 110 und 150.

Die meisten Schießer wählen weiche Kugeln mit Härte 110 bis 120, während Leger lieber mit Härte 130 bis 140 spielen.

Der Grund: Je weicher eine Kugel ist, umso geringer der Abprall beim Schießen einer anderen Kugel, auch Rebound-Effekt genannt. Bei häufigem Gebrauch sind weiche Kugeln aber anfälliger für Dellen und Kratzer. Harte Kugeln hingegen gelten als unverwüstlich und kosten auch etwas weniger als die weicheren Schießer-Kugeln.

Wie lange hält eine Boule-Kugel?

Allgemeine Antwort:

  • Welche Härte gibt der Hersteller an?
  • Wie häufig wird mit der Kugel geschossen?
  • Wie häufig wird die Kugel selbst geschossen?

Diese gegossene Bronzekugel aus Italien ist erst 6 Wochen alt, hat aber schon reichlich auf die Ohren gekriegt


Schießer bevozugen zumeist weiche Kugeln, die sich schneller abnutzen. Zuerst werden das Hersteller-Logo oder die Code-Nummer unleserlich. Ganz fleißige Schießer bringen einen Satz Kugeln in weniger als zwei Jahren „durch“.

Leger nehmen lieber harte Kugeln, die unverwüstlichen. Und die halten lange, sehr lange.

Die richtige Boule-Kugel

Bei der richtigen Boule-Kugel kommt es zuerst auf den Durchmesser an. Zum Wettkampf sind Größen zwischen 70,5 mm und 80 mm zugelassen. Freizeitkugeln haben einen Durchmesser von 73 mm, der zu den meisten Spielern passt. Ihr Gewicht liegt um die 700 g, da offiziell nur Kugeln von 650 g bis 800 g akzeptiert sind. Als Faustregel gilt: Schießer sollten leichtere Kugeln unter 700 g, ein Leger hingen etwas schwerere Varianten bevorzugen.

Auch bei der Härte gibt es Unterschiede: Für Schießer eignen sich die weichen Kugeln, während Leger härtere Modelle wählen. Die Härte wirkt sich auch auf die Lebensdauer einer Boule-Kugel aus: Auf weichen Kugeln werden das Herstellerzeichen, das Gewicht und der Code schnell unleserlich. Die harten Kugeln gelten als unverwüstlich,

Beim Material kann man zwischen Karbonstahl und Edelstahl wählen. Die preisgünstigen Karbonkugeln können schnell rosten, solange man sie nicht pflegt und ölt. Viele Spieler mögen aber die raue Oberfläche, da sie ein besseres Wurfgefühl vermittelt. Kugeln aus Edelstahl – oder Inox – sind etwas teurer und kommen dafür fast ohne Pflege aus.

Durch mehr als 40 Riffelungen leicht zu unterscheiden: Die Kugeln von Boule Bleue


Ein wesentliches äußeres Merkmal ist die Riffelung einer Kugel. Der französische Hersteller Boule Bleue führt über 40 Riffelungen im Sortiment, an der sich die eigene Kugel aus der Entfernung schnell erkennen lässt. Es hat sich jedoch eingebürgert, dass die meisten Schießer mit Edelstahlkugeln ohne jegliche Riffelung spielen.